Neues Dach für den Schafstall

Betzhorn. „Ohne den Schafstall wäre der Heilige Hain nicht mehr der Heilige Hain“, brachte es Landrätin Marion Lau gestern auf den Punkt. Die Kreischefin, CDU-Kreisfraktionsvorsitzender Helmut Kuhlmann und Wahrenholz´ Bürgermeisterin Friedhilde Evers besichtigten gestern die Baustelle und schwärmten bereits von dem bald komplett sanierten touristischen Highlight.

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Neues Dach für den Schafstall

Betzhorn. „Ohne den Schafstall wäre der Heilige Hain nicht mehr der Heilige Hain“, brachte es Landrätin Marion Lau gestern auf den Punkt. Die Kreischefin, CDU-Kreisfraktionsvorsitzender Helmut Kuhlmann und Wahrenholz´ Bürgermeisterin Friedhilde Evers besichtigten gestern die Baustelle und schwärmten bereits von dem bald komplett sanierten touristischen Highlight.

Schafstallsanierung Heiliger Hain (©Foto: Heide)150 000 Euro fließen in das historische Bauwerk. „Momentan liegen wir sogar darunter“, erklärte Evers. Ihre Gemeinde beteiligt sich mit 27 250 Euro. Der mit 60 750 Euro größte Anteil stammt aus EU-Mitteln. 30 000 Euro schießt die Landkreis-Gifhorn-Stiftung dazu, wenn das Gebäude für dreißig Jahre an die Gemeinde Wahrenholz verpachtet. „Die Zusage habe ich vom Eigentümer“, verkündete Friedhilde Evers gestern bei dem Treffen. Weitere 10 000 Euro stehen bei der Sparkassen-Stiftung in Aussicht. Und auch der Lüneburgische Landschaftsverband hilft mit 7 000 Euro den Erhalt des Schafsstalles zu sichern.

Der wichtigste Teil der Sanierung sind die Arbeiten am Dach. „Dort wurde in den vergangenen Jahren nur Flickschusterei betrieben“, räumte die Wahrenholzer Bürgermeisterin ein. Ständig regnete es durch neue Löcher in den Stall. Doch nun wird das Dach komplett neu mit Reet eingedeckt. Außerdem stehen Zimmererarbeiten und Ausbesserungen am Feldsteinfundament auf dem Plan. Das Ende der Maßnahme ist im August angepeilt – spätestens im Oktober. Dann soll der Schafstall als Kulisse für kleinere Veranstaltungen dienen.

Allerdings soll sich um das Fachwerkhaus herum noch etwas ändern. Als das Gebäude im 17./18. Jahrhundert auf einem kleinen Hügel entstand, befand sich ringsherum kein Baum. Der Grund: Das Reet benötigt etwas Luft, damit es nicht nass wird und Schimmel entsteht, oder Moos wächst. Deshalb sollen die Bäume am Stall verschwinden. Dies soll nach dem Willen von Friedhilde Evers auf eine optisch behutsamen Weise geschehen. Anstatt eines Kahlschlages denkt sie an ein schrittweises Fällen.

Von Marco Heide